Erklärvideo

„Virtuelles Kraftwerk – so stabilisieren Heim-Batteriespeicher das öffentliche Netz“

So sehen über 70.000 vernetzte Heim-Batteriespeicher eines führenden Herstellers aus.

Stromrevolution aus dem Allgäu (Zeitungsbericht aus „Die Zeit“)

COMMUNITIES, SOLAR-CLOUDS & VIRTUELLES KRAFTWERK

Man spricht von einer Strom-Community, wenn ein Anbieter (i.d.R. ein Stromversorger oder ein Batteriespeicher-Hersteller) den Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlage eine Online-Plattform offeriert, auf welcher diese miteinander vernetzt werden, um sich bei Bedarf untereinander selbst erzeugten Ökostrom anbieten zu können. Insbesondere dann, wenn die einen Betreiber Erzeugungsdefizite und die anderen Erzeugungsüberschüsse zur gleichen Zeit haben. Aufgrund der dafür noch schlechten politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen werden diese „Communities“ aktuell aber derart betrieben, dass der Community-Anbieter Strom-Dienstleistungen anbietet, die „Flat“ oder „Cloud“ genannt werden. Der Anbieter behält dabei die geringe EEG-Einspeisevergütung des Kunden ein und beliefert ihn im Gegenzug mit Ökostrom, immer dann, wenn der Kunde zu wenig eigenen Solarstrom zur Verfügung hat. Also meistens in der sonnenarmen Winterzeit. Es gibt 12 verschiedene, überregionale Angebote am Markt (Stand 2021), die meisten davon jedoch teurer als ein marktüblicher Ökostromtarif.

Ob „Cloud“, „Flat“ oder „Community“. Gemeinsam haben diese Stromtarife neben dem Namen, dass es häufig eine gewisse Menge Freistrom pro Jahr für den Kunden gibt und dafür eine monatliche Grundgebühr vom Kunden zu entrichten ist (bis auf eine Ausnahme). Damit ist dann in Abhängigkeit von der Anlagengröße meist der Bezug des Strombedarfs abgedeckt, der in sonnenarmen Zeiten nicht selbst erzeugt werden kann. So kommt der Kunde im Zusammenspiel mit seiner Solaranlage und seiner Solarbatterie auf 100% Unabhängigkeit von traditionellen Energieversorgern und zu 100% Versorgung mit Erneuerbaren Energien. Im Optimalfall erreicht der Kunde sogar 0 € Stromkosten im Monat.

Netzdienlich und somit auch volkswirtschaftlich sinnvoller ist ein System aus Solaranlage + Solarbatterie + Solar-Cloud immer dann, wenn es aktiv das öffentliche Netz entlasten kann. Z.B. durch Zurverfügungstellung von Solar- oder Batteriestrom, wenn gerade zu wenig Strom im öffentlichen Netz bereit steht. Oder anders herum: die Aufnahme von Strom aus dem öffentlichen Netz (in die Solarbatterie), wenn gerade mehr Strom aus allen Erzeugungsquellen ins öffentliche Netz eingespeist wird als von allen Stromverbrauchern benötigt wird. Dies klappt aber nur, wenn viele kleine Heim-Solarbatterien zu einem Großspeicher zusammengeführt werden, um überhaupt eine nennenswerte Gesamtleistung zur Verfügung stellen zu können. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Schwarmspeichern und einem virtuellen Kraftwerk. Allerdings sind die (sicherheits-) technischen und regulatorisch zu erfüllenden Voraussetzungen an die Hard- und Software immens hoch, sodass es aktuell nur einen Anbieter dafür gibt.

​Die von uns kreierte Ausstattungsvariante PREMIUM beinhaltet eine Solar Cloud, die in Kombination mit der Solarbatterie sowohl netzdienlich eingesetzt wird als auch wirtschaftlich für unsere Kunden ist.

VEREINFACHTE FUNKTIONSWEISE EINER SOLAR CLOUD

Der Stromverbrauch im Wohnhaus ist im Winter meist höher als im Sommer, weil früher das Licht eingeschaltet wird, die Heizung läuft und man öfter zuhause bleibt. Von März bis Oktober kann i.d.R. der Solarstrom den eigenen Strombedarf nahezu decken.

In diesen Zeiten wird nicht nur die Solarbatterie im Haus mit Solarstrom gefüllt, sondern auch in die Solar Cloud, dem virtuellen Großspeicher, eigener Solarstromüberschuss über das öffentliche Netz eingespeist –dieser Solarstrom wird quasi wie auf ein Stromkonto „eingezahlt“.

In Zeiten mit zu wenig Solarstrom vom eigenen Dach – meist von November bis Februar – findet die „Auszahlung“ von diesem Stromkonto statt. Durch die Solar Cloud wird – zusammen mit der Solaranlage und der Solarbatterie über das Kalenderjahr gesehen – der gesamte Strombedarf des Haushalts gedeckt. So sind dann 100% Unabhängigkeit von traditionellen Energiekonzernen möglich. Bei Strom, Wärmestrom & Elektromobilität. Mit sauberer, endlos zur Verfügung stehender Energie.

Jährliche Freistrommenge aus der Solar Cloud & faire Abrechnung

In Abhängigkeit vom jeweiligen Solar-Cloud-Anbieter und von der gewählten Größe der Solaranlage und der Solarbatterie wird dem Kunden i.d.R. eine individuelle, jährliche Freistromliefermenge vertraglich vom Solar-Cloud-Anbieter zugesagt. Je größer die Gesamtanlage gebaut wird, desto höher ist die jährlich nutzbare Freistrommenge für den Kunden. Nutzt der Kunde diese Freistrommenge nicht komplett aus, so bekommt er bei einem fairen Anbieter einen vorher zugesicherten Preis je nicht genutzter Kilowattstunde erstattet. Benötigt er Strom über die zugesagte Freimenge hinaus, so bekommt er diesen bei ausgesuchten Anbietern zum fairen Preis automatisch geliefert.

Langzeit-Sicherheit & volle Flexibilität

Da die Freistromliefermenge meist zum Teil durch die gesetzlich garantierte EEG-Einspeisevergütung refinanziert wird, ist die Solar Cloud auf mindestens 20 Jahre ausgelegt. Der Kunde ist jedoch bei ausgesuchten Anbietern flexibel und kann monatlich bzw. jährlich die Solar Cloud kündigen und zu einem anderen Stromanbieter seiner Wahl wechseln.

OFT GESTELLTE FRAGEN ZUR SOLAR CLOUD

Muss ich zwingend die Solar Cloud abschließen?

Nein. Sie ist ein Ergänzungsprodukt (Stromtarif), das Du freiwillig abschließen kannst, wenn Du Deine Unabhängigkeit von traditionellen Energiekonzernen von z.B. 70% (mit Solaranlage und Solarbatterie) auf 100% erhöhen möchtest. Schließt Du die Solar Cloud nicht ab, so kaufst Du Deinen Reststrombedarf ganz normal von einem Versorger Deiner Wahl wie bisher. Meist teurer als die von uns empfohlene Solar Cloud.

Wie beantrage ich die Solar Cloud?

Unser Partner-Installationsbetrieb wird Dir bei der Anmeldung, die i.d.R. online auf der Homepage des Anbieters innerhalb von 10 Minuten erledigt ist, helfen.

Wie lauten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Solar Cloud?

Diese sind je nach Anbieter unterschiedlich. Den für Dich passenden Anbieter recherchieren wir für Dich, sodass Du beim Anlagenkauf auch die richtigen AGB bekommst.

Wie lange bin ich an die Solar Cloud gebunden?

Sie ist für 20 Jahre ausgelegt, analog des EEG-Förderzeitraums. Du kannst aber bei den meisten Anbietern monatlich kündigen, spätestens jährlich. Zudem besteht für Dich ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht, wenn sich die Preise für die Solar Cloud-Nutzung erhöhen sollten. Das bedeutet für Dich Langfrist-Sicherheit bei voller Flexibilität.

Was passiert, wenn der Anbieter der Solar Cloud insolvent wird?

In dem Fall einer Vertragsauflösung – z.B. durch Kündigung oder Ausfall des Anbieters/Lieferanten – beziehst Du Deinen Reststrom von einem Versorger Deiner Wahl, und Du bekommst für den ansonsten in die Solar Cloud eingespeisten Solarstrom die gesetzlich garantierte EEG-Einspeisevergütung vonDeinem regionalen Netzbetreiber monatlich gutgeschrieben.

Wie wird die Solar Cloud steuerlich für mich behandelt?

Die Solar Cloud stellt in den meisten der angebotenen Produkte am Markt aus Sicht der Finanzbehörden einen ganz normalen Stromlieferungsvertrag dar. Es handelt sich in den meisten Fällen um ein Tauschgeschäft: Du verzichtest auf Deine EEG-Einspeisevergütung und bekommst im Gegenzug eine bestimmte Freimenge an Strom vom Lieferanten pro Jahr zugesagt. In den Jahresstromabrechnungen der Solar-Cloud-Anbieter wird Entsprechendes ausgewiesen, was bei Bedarf ggf. dem Finanzamt vorgelegt werden kann. Weitere steuerliche Fragen beantworten wir hier. Eine Muster-Jahresabrechnung der Solar Cloud des Anbieters sonnen – sonnenFlat genannt – findest Du hier.

Was passiert mit meiner EEG-Einspeisevergütung, wenn ich die Solar Cloud nutze?

Diese wird i.d.R. an den Anbieter der Solar Cloud abgetreten und ist Teil der Refinanzierung der Stromlieferung an Dich für den Solar-Cloud-Anbieter. Bei fairen Anbietern erhältst Du mit der Jahresabrechnung einen eventuellen Überschuss ausbezahlt. Dies ist der Fall, wenn Du z.B. die zugesagte Jahres-Freistrommenge nicht voll ausgenutzt hast.

Wann kann die Solar Cloud frühestens bei mir starten?

Zunächst muss Deine Solaranlage samt Solarbatterie installiert werden. Danach beantragst Du online die Solar Cloud direkt auf der Internetseite des Anbieters. Der Lieferbeginn für Dich kann dann starten, wenn Deine eigene Solaranlage mit Solarbatterie läuft und das Vertragsende Deines aktuellen Stromversorgers erreicht ist. Bitte beachte daher dessen Kündigungsfrist, d.h. kündige  Deinen bestehenden Stromlieferungsvertrag rechtzeitig bzw. ermächtige online den Solar-Cloud-Anbieter dazu.